Postthrombotisches Syndrom

Als Postthrombotisches Syndrom bezeichnet man mehrere Symptome, die nach einer Thrombose der tiefen Bein- und Beckenvenen bestehen bleiben. Diese können sich auch im Laufe der Zeit (Monate bis Jahre) entwickeln.

Krankheitsbild

Das Postthrombotische Syndrom entsteht als Folge einer komplett defekten, tiefen Venenklappe. Dadurch kann die Vene das Blut nicht funktionsgemäß zum Herzen pumpen, und es kommt zum Rückstau des Blutes. Als Folge der venösen Stauung kommt es zu einer Minderversorgung der Haut. Dies führt dann zu Symptomen (Folgeerscheinungen), wie der Ausbildung von Ekzemen (häufig schubweise auftretende, entzündliche Krankheit der Oberhaut; meist juckend und ohne Narbenbildung abheilend), bräunlichen Pigmentierungen oder einer Sklerose (krankhafte Verhärtung) der Haut und Unterhaut. Im Laufe der Jahre kann dies bis zu einem offenen Bein (Ulcus cruris) fortschreiten.

Therapie

Die Grundtherapie des postthrombotischen Syndroms ist die Kompressionstherapie mit einem Kompressionsstrumpf, der auf die individuellen Bedürfnisse angepasst ist sowie die regelmäßige klinische und apparative (Ultraschall-) Begleitung in unserer Ambulanz. Durch diese sind die vielfältigen Komplikationen dieses Krankheitskomplexes früh zu erkennen und durch unser Expertenteam therapierbar.

Dr. med. Frank Wolter

Chefarzt
Facharzt für Allgemeinchirurgie, für Gefäß- und Endovaskularchirurgie, Phlebologie und Notarzt

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